Toleranz versus Diskriminierung

Emiratis werden von Deutschen als sehr tolerant gegenüber Christen und westlichen Einflüssen beschrieben. Beispielsweise ergeben sich unter den Bewohnern eines Oberschicht-Wohngebiets - auch über die Kinder - private Kontakte. Im Allgemeinen zeichnet sich jedoch die sozioökonomische Hierarchie der Gesellschaft in einer (sozialethnischen) räumlichen Trennung ab und - insbesondere in den großen Städten - in „äußerst unterschiedlichen Lebensstilen mit kollektiven und individuellen Identitäten“ (Al-Hamarneh: 358).

Beispielsweise haben sich in Dubai und der Nachbarstadt Sharjah pakistanische und indische Viertel entwickelt. Der Nachzug von Familienmitgliedern der südasiatischen Fachkräfte reduzierte sich allerdings in letzter Zeit, durch den starken Anstieg der Lebenskosten und überteuerter Mieten (Janzir: 61).

Nicht-westliche Arbeitskräfte klagen über rassistische Vorurteile der Emiratis, welche sich offen, z. B. in den Gehaltsklassen widerspiegelten. „For the same job, locals will often receive higher pay, followed by Western expatriates, followed by Arab expatriates, with other Asians and Africans occupying the lowest end.“ (Rehman: 97)

 

Quellen:

Al-Harmarneh, Ala (2007): Vereinigte Arabische Emirate. In: Weiss, W.M. (Hrsg.): Die arabischen Staaten. Geschichte, Politik, Religion, Gesellschaft, Wirtschaft. Heidelberg: 350-366.

Janzir, Amin (2007): Managerwissen kompakt: Golfstaaten. München.

Rehman, Aamir A. (2007): Dubai & Co.: Global Strategies for Doing Business in the Gulf States. New York.

 

Weitere Informationen:

Infokasten: Nationalisierungspolitik und Stellenbesetzung – Quotierung der Arbeitskräfte

 

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