Kleinprojekte - Small Scale

 

Insbesondere bei kleineren Projekten besteht das Problem, dass durch den vorgegebenen CDM-Projektzyklus unverhältnismäßig hohe Transaktionskosten anfallen. Daher wurde die Möglichkeit geschaffen, bei Kleinprojekten  (Small Scale) ein vereinfachtes Verfahren anzuwenden. Darin enthalten sind vereinfachte Anforderungen an das PDD, eine Vereinfachung der Methoden für die Erstellung der Baseline und des Monitoringplans sowie die Möglichkeit der Bündlung verschiedener Projektaktivitäten zu einem einzelnen Projekt. Darüber hinaus ist es bei Small Scale-Projekten auch erlaubt, das nur eine Designated Operational Entity - DOE die Validierung, Verifizierung und auch Zertifizierung durchführt. Um Interessenkonflikte zu vermeiden ist dies bei „normalen“ CDM-Projekten in der Regel nicht zugelassen. Zudem werden Projekte, von denen eine jährliche Emissionsreduktion von weniger als 15.000 Tonnen CO2 zu erwarten ist, von der Registrierungsgebühr beim Exekutivrat befreit.

Die Kriterien, ob ein Vorhaben als Kleinprojekt einzustufen ist, sind abhängig von der Form des Projektes. Projekte zur Nutzung Erneuerbare Energien dürfen maximal eine installierte Leistung von 15 MW umfassen. Für Energieeffizienzprojekte darf die angestrebte Energieeinsparung maximal 60 Gigawattstunden pro Jahr  erreichen. Bei weiteren Projekten liegt die Grenze bei einer jährlichen Emissionsreduktion von maximal 60.000 Tonnen CO2. Weitere Regeln gibt es für Senkenprojekte und für kleine Auf- oder Wiederaufforstungsprojekt (A/R-CDM-Projekte).

Im Unterschied zu JI darf im CDM die Gesamtgröße eines Bündels diese Schwellenwerte nicht überschreiten.

Weitere Informationen über "small scale CDM project activities" finden Sie auf den Webseiten des Bundesumweltministeriums sowie bei der UNFCCC.