Basis von CDM - Das Protokoll von Kyoto

 

Im Protokoll von Kyoto zum Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen verpflichteten sich die Unterzeichnerstaaten 1997 im Jahr 2012 die Emission einer festgelegten Menge an Treibhausgasen nicht zu überschreiten. Für einige Staaten bedeutet dies, dass sie ihre Emissionen zu diesem Zeitpunkt auf das vereinbarte Niveau zurückführen müssen, für weitere Staaten hat dies die Begrenzung der Erhöhung der Emission von Treibhausgasen zur Folge.

Die vereinbarten Begrenzungen sind jedoch nicht starr auf die Unterzeichnerstaaten fixiert. Vielmehr wurde mit dem Protokoll auch die Einführung von „flexiblen Instrumenten“ beschlossen, mit der sich die Staaten bei Einhaltung von definierten Regeln Emissionsreduktionen in Drittstaaten auf ihr eigenes Konto anrechnen lassen können. Bei den flexiblen Instrumenten handelt es sich zum einen um den Emissionshandel, zum anderen um die Instrumente „joint implementation“ (JI) und „clean developement mechanism“ (CDM).

Kern des Emissionshandels ist die Idee, dass Staaten, die ihre Emissionsgrenzen einhalten und weniger als vereinbart emittieren, die nicht genutzten Mengen (Emissionsrechte) an Staaten verkaufen können, die ihre Emissionsgrenzen überschreiten. Der Emissionshandel nach dem Kyoto-Protokoll ist nicht zu verwechseln mit dem Emissionshandel der europäischen Union. Während ersterer ein Handel zwischen den Unterzeichnerstaaten des Kyoto-Protokolls darstellt, ist letzterer ein Handel von Emissionsrechten zwischen Unternehmen in der EU.

Bei den projektbezogenen Mechanismen JI und CDM können Staaten reduktionsmindernde Maßnahmen in einem anderen Land durchführen. Für diese Emissionsreduktionen erhält das durchführende Land Emissionszertifikate. Während es sich bei JI um Maßnahmen handelt, die ein Industriestaat in einem anderen Industriestaat durchführt, wird bei CDM ein Industriestaat in einem Entwicklungs- oder Schwellenland tätig.